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Sexarbeit ist Arbeit.

Das neue Buch: Ich bin Sexarbeiterin

Wer sich mit Sexarbeit beschäftigt, schaut immer auch in den Spiegel: Reflektiert werden eigene Gefühle, Vorstellungen, Vorurteile, Ängste. Nicht zuletzt deshalb wird Sexarbeit kontrovers diskutiert – aber in der Regel ohne die Stimmen von Sexarbeiter*innen. Dieses Buch gibt ihnen diese Stimme. Sie erzählen von ihren Lebensrealitäten, Bedürfnissen, Problemen und Sichtweisen. Es wird weder romantisiert noch dramatisiert: Ich bin Sexarbeiterin zeigt, weshalb sich Sexarbeiter*innen für diese Tätigkeit entschieden haben und wie ihr Alltag aussieht. Ab 26. November druckfrisch in der Buchhandlung Ihres Vertrauens.

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Ein Blick ins Buch.

Hier kommen Sexarbeiter*innen zu Wort. Kurzvideos und Lesungen aus dem Buch.

Statements von Charizma, Lady Domina Latina, Emma, Kazue und Juno und ein Videostatement von Juno Mac.

Sexarbeit ist Arbeit.

Für die Rechte von Sexarbeitenden.

Wollen wir die Gleichberechtigung der Geschlechter? Ja. Wir wollen sie für alle. Wir wollen sie auch für diejenigen Menschen, die im Sexgewerbe arbeiten. Die Entscheidung, sexuelle Dienstleistungen gegen Geld anzubieten, muss den Sexarbeitenden offenstehen.

Die Sexarbeit ist ein legales Gewerbe. Dies will die aktuell laufende Kampagne «Für eine Schweiz ohne Freier. Stopp Prostitution» ändern. Bestraft werden sollen die Kunden, die eine Dienstleistung kaufen wollen. Dies führt zu einer absurden Situation – die Sexarbeitenden dürften zwar ihr Gewerbe betreiben, aber ihre Kunden machten sich strafbar.

So wird das Gewerbe in die Illegalität abgedrängt. Im Verborgenen können sich die Sexarbeitenden schlecht gegen Ausbeutung und Gewalt wehren. In der Illegalität sind auch diejenigen Menschen nicht erreichbar, die Sexarbeit unter Zwang ausüben: Opfer von Menschenhandel.

Die Würde aller Menschen ist zu wahren. Auch jene von Menschen, die gesellschaftlich stigmatisierte Arbeiten ausführen.

Gleichberechtigung heisst gleiche Rechte für alle Menschen. Auch für Sexarbeitende. Sie haben das Recht auf Selbstbestimmung und Gewerbefreiheit.

Geschlechtsspezifische Gewalt und Menschenhandel sind nicht dasselbe wie Sexarbeit. Ein Sexkaufverbot erschwert den Kampf gegen Menschenhandel und den Schutz von Opfern von Gewalt.

Darum

  • Keine Stigmatisierung von Sexarbeitenden!
  • Faire und selbstbestimmte Arbeitsbedingungen für Sexarbeitende!
  • Kein Verbot des Kaufs von sexuellen Dienstleistungen!
  • Verbesserter Schutz vor Gewalt für Sexarbeitende!

266 Sexarbeitende unterstützen diesen Appell. Aus verständlichen Gründen wollen nicht alle mit vollen Namen und einige nur anonym aufgeführt werden.

Unterstützen Sie diesen Appell.

  • Unterstützende Organisationen und Personen

    Schweizer Organisationen
    AIDS-Hilfe Schweiz
    Amnesty International, Schweizer Sektion
    Antenna MayDay, Centro di informazione, consulenza e accompagnamento per persone immigrate con statuto precario o senza statuto
    Aspasie – association de défense et de soutien des travailleuses et travailleurs du sexe
    cfd – die feministische Friedensorganisation
    Corps solidaires, Association Suisse Romande Assistance Sexuelle et Handicaps
    Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich
    Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Zürich
    Fleur de Pavé - association de soutien et d'aide aux travailleuses et travailleurs du sexe en ville de Lausanne et dans le canton de Vaud
    FIZ Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration
    Fondation PROFA, VD
    Förderverein Tantramassage Schweiz
    Frauenzentrale Bern
    Grisélidis, prévention et proximité, Fribourg
    LISA, Luzerner Verein für die Interessen der Sexarbeitenden
    Lysistrada – Fachstelle für Sexarbeit
    Maria Magdalena, Beratungsangebot für Frauen im Sexgewerbe, Kanton St. Gallen
    Medecins du monde, Suisse, Neuchâtel
    Kirchliche Gassenarbeit Bern
    ProCoRe Schweiz
    SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz
    SOS Femmes, Genf
    TERRE DES FEMMES Schweiz
    TGNS Transgender Network Switzerland
    Xenia – Fachstelle Sexarbeit
    Zürcher Stadtmission – Isla Victoria

    Internationale Organisationen
    Acceptess-T, association de défense des personnes transgenres, Paris
    BesD e.V. - Berufsverband erotische & sexuelle Dienstleistungen, Deutschland
    bufas e.V. - Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter, Deutschland
    Deutsche Aids-Hilfe
    ICRSE International Committee on the rights of sex workers in Europe, Amsterdam
    Rose Alliance, Nordic Alliance for sexworkers’ rights, Schweden
    STRASS Syndicat du Travail Sexuel (France), Paris
    TAMPEP / European Network for the Promotion of Rights and Health among Migrant Sex Workers

    Persönlichkeiten aus der Politik
    Timur Akcasayar, Stadtrat Bern, SP
    Ezgi Akyol, Gemeinderätin Stadt Zürich, AL
    Heinz von Arb, Gemeinderat Balsthal, SP
    Angelo Barrile, Nationalrat, SP
    Tom Berger, Stadtrat Bern, FDP
    Marcel Bührig, Gemeinderat Stadt Zürich, Grüne
    Susanne Brunner, Gemeinderätin Stadt Zürich, SVP
    Regula Bühlmann, Stadtratspräsidentin Bern, Grünes Bündnis
    Andrea Caroni, Ständerat, FDP
    Pierre Conscience, Conseiller communal Ensemble à Gauche (Lausanne) et secrétaire de solidaritéS Vaud
    Andreas Daurù, Kantonsrat ZH, SP / Co-Präsident SP Kanton Zürich
    Claudine Esseiva, Stadträtin FDP, Vorstandsmitglied FDP Frauen Kanton Bern
    Yvonne Feri, Nationalrätin, SP
    Luzian Franzini, Co-Präsident Junge Grüne Schweiz
    Astrid Furrer, Kantonsrätin ZH, FDP
    David Garcia, Gemeinderat Stadt Zürich, AL
    Marco Geissbühler, Gemeinderat Stadt Zürich, SP
    Helen Glaser, Gemeinderätin Stadt Zürich, SP
    Balthasar Glättli, Nationalrat, Grüne
    Edi Guggenheim, Gemeinderat Stadt Zürich, AL
    Thomas Hardegger, Nationalrat, SP
    Viviane Hösli, Grossrätin AG, SP
    Nadia Huberson, Gemeinderätin Stadt Zürich, SP
    Claude Janiak, Ständerat, SP
    Matthias Samuel Jauslin, Nationalrat, FDP
    Guy Krähenbühl, Gemeinderat Stadt Zürich, GLP
    Andrea Leitner, Gemeinderätin Stadt Zürich, AL
    Mathias Manz, Gemeinderat Stadt Zürich, SP
    Samira Marti, Präsidentin vpod region basel, Vizepräsidentin SP Baselland
    Sibylle Marti, Kantonsrätin ZH, SP
    Liliane Maury Pasquier, Ständerätin SP
    Mattea Meyer, Nationalrätin SP
    Fabian Molina, Nationalrat, SP
    Katharina Prelicz Huber, Gemeinderätin Stadt Zürich, Grüne, Sprecherin für Gleichstellungsfragen Grüne Schweiz
    Iris Schelbert-Widmer, Stadträtin Olten, Grüne
    Christina Schiller, Gemeinderätin Stadt Zürich, AL
    Meret Schindler, Grossrätin, SP Bern, Vorstandsmitglied SP Frauen Kanton Bern
    Lorenz Schmid, Kantonsrat ZH, CVP
    Marion Schmid, Gemeinderätin Zürich, SP
    Ursula Schneider Schüttel, Nationalrätin, SP
    Priska Seiler Graf, Nationalrätin SP
    Carlo Sommaruga, avocat et conseiller national, PSS
    Kathy Steiner, Kantonsrätin ZH, Grüne
    Esther Straub, Pfarrerin, Kantonsrätin ZH, SP
    Sylvain Thévoz, membre du comité d’Aspasie, député au grand conseil, Genève, PS
    Aline Trede, Nationalrätin Grüne
    Natascha Wey, Co-Präsidentin SP Frauen*
    Cédric Wermuth, Nationalrat, SP
    Felix Wettstein, Kantonsrat Solothurn, Grüne
    Barbara Wiesmann, Gemeinderätin Stadt Zürich, SP
    Adrian Wüthrich, Nationalrat, SP, Präsident Travail.Suisse
    Tonja Zürcher, Co-Präsidentin BastA!, Grossrätin BS

    Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Kultur
    Samuel Antoine, co-directeur Festival Les Urbaines
    Renate von Ballmoos, Pfarrerin Predigerkirche Zürich
    Maritza Le Breton, Professorin Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
    Sébastien Chauvin, professeur associé en études genre, Unil (Université de Lausanne)
    Milena Chimienti, professeure HES
    Laurence Favre, réalisatrice
    Svenja Flaßpöhler, Chefredakteurin Philosophie Magazin
    Rebekka Grogg, Pfarrerin
    Thomas Haemmerli, Dokfilmer
    Li Hangartner, feministische Theologin
    Marjan van Harten, Diakonisches Werk Hamburg, Landesverband der Inneren Mission; Referat Migration, Flucht, Interkulturelle Arbeit
    Sebastian "Baschi" Hausmann, Musiker, Ex-Lovebugs, Fucking Beautiful, Metallspürhunde
    Dore Heim, Gewerkschafterin
    Michael Herzig, Dozent ZHAW, ehemaliger Vizedirektor Soziale Einrichtungen und Betriebe der Stadt Zürich
    Josef Hochstrasser, PfarrerAnnette Hug, Schriftstellerin
    Brigitte Hürlimann, Journalistin
    Elisabeth Joris, Historikerin
    Stefan Keller, Historiker und Journalist
    André Kuhn, Professeur de criminologie et de droit pénal, Unine (Université de Neuchâtel)
    Hannes Lindenmeyer, Präsident der Kirchenpflege Zürich-Aussersihl
    Patricia Purtschert, Philosophin und Professorin für Geschlechterforschung
    Patrick de Rahm, directeur d’institution culturelle
    Philipp Sarasin, Historiker, Universität Zürich
    Ueli Schwarzmann, Präsident der Reformierten Kirchenpflege Zürich-Neumünster
    Christoph Sigrist, Pfarrer Grossmünster Zürich
    Marc Spescha, Rechtsanwalt
    Markus Theunert, Geschäftsleitung männer.ch
    Erika Volkmar, médecin et directrice d’organisations médico-sociales
    Laura de Weck, Autorin

    Sexarbeitende und Beratende
    Benjamin Abt-Schiemann, Sexarbeiter
    Angela, Sexarbeiterin
    Judith Aregger, Sexualbegleiterin
    Roxane Aubry, responsable de la Consultation, SOS Femmes
    Bia, Sexarbeiterin
    Bonnie, Sexarbeiterin
    Carolina de Monaco, Sexarbeiterin
    Cathy, Sexarbeiterin
    Chema, Sexarbeiterin
    Christina, Sexarbeiterin
    Daniela, Sexarbeiterin
    Delaine Devine
    Denise, Sexarbeiterin
    Diane, ehemalige Sexarbeiterin in Genf
    Domina Sandra, Sexarbeiterin
    Elena, Sexarbeiterin
    Elisa, Sexarbeiterin
    Ella, Sexarbeiterin
    Estrella, Sexarbeiterin
    Fabiola, Sexarbeiterin
    Indira, Sexarbeiterin
    Julia, Sexarbeiterin
    Laika, SW Escort
    Leonie, Sexarbeiterin
    Leydi, Sexarbeiterin
    Licet, Sexarbeiterin
    Lilo Fox, Sexarbeiterin
    Luna, Sexarbeiterin
    Luna Brasil, Sexarbeiterin
    Luz Marina, Sexarbeiterin
    Luzia, Sexarbeiterin
    Mari Carmen, Sexarbeiterin
    Maria, SW
    Mariela, Sexarbeiterin
    Maritza J.
    Mary, Sexarbeiterin
    Mary, Sexarbeiterin
    Alberto Montiel, SW
    Yamada Nakaoko, Sexarbeiterin
    Fitore Mauro, travailleuse sociale, Consultation de SOS Femmes
    Delphine Nakouri, collaboratrice socio-administrative, Consultation de SOS Femmes
    Nazca, Sexarbeiterin
    Paola, Sexarbeiterin
    Paula, Sexarbeiterin
    Lise Piguet, travailleuse sociale, Consultation de SOS Femmes
    Claudette Plumey, Sexarbeiterin seit 60 Jahren
    Silvia Pongelli, directrice de l'association Fleur de Pavé, VD
    Anne-Laure Pulfer Aebi, secrétaire générale, SOS Femmes
    Albert Rodrik, ami et membre du comité d’honneur d’Aspasie
    Rosa, Sexarbeiterin
    Roxana, Sexarbeiterin
    Marianne Schweizer, unterstützt Sexarbeitende seit 22 Jahren
    Sharon, Sexarbeiterin
    Shona, Sexarbeiterin
    Martina Tarla, travailleuse sociale, Consultation de SOS Femmes
    Yamada, Sexarbeiterin
    Yara, SW Escort
    Xoli, Sexarbeiterin
    Olivier Zimmermann, ami d’Aspasie
    Cornelia Zürrer-Ritter, Beratung und Begleitung für SexarbeiterInnen
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  • Vollständigen Appell lesen

    Sexarbeit ist Arbeit. Für die Rechte von Sexarbeitenden.

    Wollen wir die Gleichberechtigung der Geschlechter? Ja. Wir wollen sie für alle. Wir wollen sie auch für diejenigen Menschen, die im Sexgewerbe arbeiten. Die Entscheidung, freiwillig sexuelle Dienstleistungen gegen Geld anzubieten, muss den Sexarbeitenden offenstehen.

    Die Sexarbeit ist ein legales Gewerbe. Dies will die aktuell laufende Kampagne «Für eine Schweiz ohne Freier. Stopp Prostitution» ändern. Bestraft werden sollen die Kunden, die eine Dienstleistung kaufen wollen. Dies führt zu einer absurden Situation – die Sexarbeitenden dürften zwar ihr Gewerbe betreiben, aber ihre Kunden machten sich strafbar.

    So wird das Gewerbe in die Illegalität abgedrängt. Im Verborgenen können sich die Sexarbeitenden aber schlecht gegen Ausbeutung und Gewalt wehren. Sie stehen unter Druck. Sie können sich ihre Kunden nicht mehr in Ruhe auswählen und sind erpressbar. Denn der Kunde geht ein Risiko ein und erwartet dementsprechend mehr. Sexarbeitende können nicht mehr selbst entscheiden, welche Dienstleistungen sie anbieten und wieviel diese kosten. In der Illegalität sind auch diejenigen Menschen nicht erreichbar, welche die Sexarbeit unter Zwang ausüben: Opfer von Menschenhandel.

    Die Würde aller Menschen ist zu wahren. Auch jene von Menschen, die gesellschaftlich stigmatisierte Arbeiten ausführen.

    Gleichberechtigung heisst gleiche Rechte für alle Menschen. Auch für Sexarbeitende. Sie haben das Recht auf Selbstbestimmung und Gewerbefreiheit.

    Geschlechtsspezifische Gewalt und Menschenhandel sind nicht dasselbe wie Sexarbeit. Ein Sexkaufverbot erschwert den Kampf gegen Menschenhandel und den Schutz von Opfern von Gewalt.

    Darum

    • Keine Stigmatisierung von Sexarbeitenden!
    • Faire und selbstbestimmte Arbeitsbedingungen für Sexarbeitende!
    • Kein Verbot des Kaufs von sexuellen Dienstleistungen!
    • Verbesserter Schutz vor Gewalt für Sexarbeitende!

    Das schwedische Modell = Sexkaufverbot

    Das schwedische Gesetz kriminalisiert den Kauf von sexuellen Dienstleistungen, stellt jedoch den Verkauf als legal hin. Ziel dabei ist, dass bei den Kunden ein Paradigmenwechsel entstehe und die Sexarbeitenden ergo in der freien Marktwirtschaft eine neue Herausforderung suchten und fänden.

    Das schwedische Gesetz geht davon aus, dass es sich bei jeder Form von Prostitution um Gewalt gegen Frauen handelt.
    Es werden keine Unterschiede und Differenzierungen zwischen Frauenhandel zwecks sexueller Ausbeutung und Sexarbeit gemacht.

    Wo das enden kann, zeigt der eindrückliche Dokfilm «Wo Sexarbeiterinnen keine Rechte haben» (2017).

    2015 = Der Bundesrat bezieht Stellung

    In den Jahren 2013 und 2014 setzt sich Bundesrätin Simonetta Sommaruga vertieft mit der Thematik Prostitution und Menschenhandel auseinander, ruft eine ExpertInnengruppe ins Leben, gibt eine schweizweite Studie zur Lage des Sexgewerbes in der Schweiz in Auftrag und wählt respektive bestätigt 2015 in einem parlamentarisch ausgearbeiteten Bericht bewusst den Weg der Regulierung der Prostitution in der Schweiz, da alles andere nicht zielführend wäre. Der Bundesrat kommt zum Schluss, dass das Schwedenmodell respektive ein Sexkaufverbot keine wirksame Massnahme gegen Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung ist:

    https://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/aktuell/news/2015/2015-06-05.html

    Sexkaufverbot = Weitreichende Konsequenzen für Sexarbeitende

    Jede Art von Kriminalisierung – auch die der Kunden – drängt Sexarbeitende in schlechtere Arbeitsbedingungen und erhöht das Gewaltrisiko. Zudem schafft Kriminalisierung die Prostitution nicht ab.
    Ein Sexkaufverbot kriminalisiert indirekt die Sexarbeitenden. Dies bedeutet in letzter Konsequenz für sie:

    • Beschränkter Zugang zu Beratungsstellen und Gesundheitsangeboten
    • Erschwerter Zugang von NGOs zu Sexarbeitenden
    • Zunahme von Gewalt und Ausbeutung
    • Stigmatisierung

    Die Forderung nach einem Sexkaufverbot trägt das Problem von frauenverachtenden Geschlechterverhältnissen auf dem Rücken von Sexarbeitenden aus.

    Das Selbstbestimmungsrecht muss für alle gelten! Wir fordern gute Arbeitsbedingungen für Sexarbeitende, damit sie keiner Gewalt ausgesetzt sind. Wir plädieren für die Gleichstellung von Sexarbeit mit allen anderen Gewerben.

  • Weiterführende Infos

    Auf der Website der FIZ Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration finden Sie einen Grundsatztext sowie viele Downloads zum Thema: Sexarbeit ist Arbeit. Aber keine Arbeit wie jede Andere

    Diskussionspapier Sexarbeit (2014) : Fakten, Positionen und Visionen aus feministischer Perspektive

    Amnesty International: Position zum Thema Sexarbeit

    Dokfilm «Wo Sexarbeiterinnen keine Rechte haben», F, 2017, 55 Min. Regisseurin: Ovidie

  • Studien

    Susanne Dodillet/Petra Östergren, Das schwedische Sexkaufverbot, in: Elisabeth Greif (Hrs.): SexWork(s). verbieten – erlauben – schützen?, Linz 2012 - Englische Fassung: Impact of Swedish law - PDF)

    Médecins du monde, Study on the Impact of the Law from 13 April 2016 against the „Prostitution System“ in France: Study on the Impact of the Law - PDF

    Erotikbetriebe als Einfallstor für Menschenhandel? Eine Studie zu Ausmass und Struktur des Sexarbeitsmarktes in der Schweiz. Lorenz Biberstein, Martin Killias Erotikbetriebe als Einfallstor für Menschenhandel? - PDF

  • Auswahl Medienbeiträge

    Français

    Anti-Trafficking Review, issue 12, 2019, pp. 155-171: The Problem of Prostitution: Repressive policies in the name of migration control, public order, and women's rights in France
    Le Temps, 14. décembre 2018 La prostitution: l’interdire ou la reconnaître?
    SAN 3/2018 «Toutes les associations constatent une augmentation des violences» et Sexe tarifé: sanctionner les clients?
    Bon pour la tête, août 2018: Interdire la prostitution - a quoi bon?
    Radio Lac, juillet 2018: La prostitution n’est pas un gros mot
    RTS, le 12h45, juillet 2018: Le débat de fond sur la prostitution reprend en Suisse

    Deutsch

    Bund, 15. Dezember 2020 Das Problem sind nicht die Freier
    MOMENT 22.9.2020: Moralische Diskussion verhindert bessere Arbeitsbedingungen
    annabelle 9-10/20: "Das ist falsch"
    Republik, 18. Januar 2020: Sexworker sind selbständige, kluge Frauen, die genau wissen, was sie tun
    Republik, 17. Januar 2020: Das perfekte Bordell
    Anti-Trafficking Review, issue 12, 2019, pp. 155-171: The Problem of Prostitution: Repressive policies in the name of migration control, public order, and women's rights in France
    SRF Kultur, Der Philosophische Stammtisch, 4. November 2018: Soll man Sex kaufen dürfen
    SAN 3/2018 «Sämtliche Organisationen stellen eine Zunahme von Gewalttaten fest» und Sexarbeit: Freier bestrafen?
    TalkTäglich, 3. September 2018: Strafen für Freier
    Tages-Anzeiger, 4. August 2018: Prostituierte fürchten sich vor Arbeitsverbot
    St. Galler Tagblatt, 27. Juli 2018: Es braucht Akzeptanz - keine Verbote
    p.s., 12. Juli 2018: Zuhören statt verbieten
    WOZ, 12. Juli 2018: Die Stigmatisierung dauert fort
    Der Bund, 11. Juli 2018: Auch wer sich prostituiert, hat eine Wahl
    Tagblatt der Stadt Zürich, 11. Juli 2018: Zürcher Freiern soll die Lust vergehen
    SRF Tagesschau, 7. Juli 2018: Kritik an Prostitutionsverbot wird laut
    WOZ, 19. September 2013: Ein Verbot schadet den Frauen

  • Aktuelles

    Streaming-Reihe zum Buch «Ich bin Sexarbeiterin»

    In den Online-Veranstaltungen lesen Autorinnen Auszüge aus Porträts von Sexarbeitenden. Die Moderatorin Helene Aecherli führt Gespräche mit Sexarbeitenden und anderen Fachpersonen:

    März 2021 Sex und Moral?
    April 2021 Feminismus und Sexarbeit: ein Widerspruch?
    Mai 2021 Kunden? Freier? Käufer?
    Veranstaltungen verpasst?
    Live-Stream hier: https://www.youtube.com/watch?v=whBnL83aXZE

    Mehr Infos